Hier finden Sie die offizielle Mitteilung der Stadtwerke Zehdenick vom 08. Juli 2026:

Die abschließenden Untersuchungen des Landeslabors Berlin-Brandenburg bestätigen die vorliegenden Ergebnisse der weiteren beauftragten Labore. Somit steht fest, dass im Trinkwasser aus dem Wasserwerk Exin, das die Kernstadt sowie die Ortsteile Siedlung II, Krewelin, Kappe, Wesendorf, Neuhof und Vogelsang versorgt, kein Bromat nachweisbar ist. Das Gesundheitsamt hat daraufhin die Anordnung zur Nutzungsbeschränkung mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Nachdem die Stadtwerke Zehdenick in der vergangenen Woche über eine Grenzwertüberschreitung des Parameters Bromat im Trinkwasser informierten, wurden umgehend weitere Untersuchungen durch unabhängige Labore beauftragt.

Parallel prüften die Fachleute der Stadtwerke in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt sowie in Rücksprache mit Hydrogeologen mögliche Ursachen und den gesamten Verfahrensablauf der Trinkwassergewinnung und -verteilung im Hinblick auf einen möglichen Bromateintrag.

Ursachenaufklärung läuft weiter

Zu den fachlichen Untersuchungen gehörte auch die Bewertung möglicher Entstehungswege von Bromat, da im Grundwasser Bromat nicht natürlich vorkommt. Im Wasserwerk Exin werden keine technischen Verfahren eingesetzt, bei denen Bromat entstehen könnte.

Die Ergebnisse der umfassenden Untersuchungen lagen den Stadtwerken im Laufe der Woche schrittweise vor. Um die Öffentlichkeit auf Grundlage eines möglichst vollständigen und fachlich abgesicherten Kenntnisstandes zu informieren, wurden sämtliche Untersuchungsergebnisse zunächst zusammengeführt und gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bewertet.

Mit der Aufhebung der Nutzungsbeschränkung ist die fachliche Aufarbeitung der Ereignisse für die Stadtwerke Zehdenick noch nicht abgeschlossen. Gemeinsam mit den zuständigen Partnern werden die Abläufe umfassend ausgewertet, um den gesamten Vorgang transparent nachzuvollziehen und daraus gegebenenfalls weitere Erkenntnisse abzuleiten.

Deshalb werden die Stadtwerke Zehdenick zeitnah zu einer Bürgerversammlung einladen. Dort werden der Ablauf der Ereignisse, die durchgeführten Untersuchungen sowie die gewonnenen Erkenntnisse ausführlich vorgestellt und Fragen beantwortet. Über Tag, Zeit und Ort wird rechtzeitig informiert. Die Stadtwerke Zehdenick danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis während der Nutzungsbeschränkung sowie dem Gesundheitsamt für die gute Zusammenarbeit. „Unser Dank gilt zudem den unterstützenden Hilfsorganisationen wie THW, Feuerwehr und der Stadtverwaltung, die den Betrieb der Trinkwasser-Entnahmestellen mit großem Engagement abgesichert haben. Weiter danken wir den benachbarten Verbänden für die kurzfristige Bereitstellung weiterer Trinkwasserbehälter. Besonders sei an dieser Stelle dem TAV Lindow-Gransee gedankt, der uns das Trinkwasser zur Befüllung der Wasserentnahmestellen zur Verfügung gestellt hat“, sagt Geschäftsführer Steffen Carls. „Nicht zuletzt danken wir unseren Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz bei der Bewältigung der Lage. Das zeigt den starken Zusammenhalt in dieser Situation.“

Stellungnahme des Gesundheitsamtes:

Die zunächst festgestellten erhöhten Bromatwerte konnten durch die nachfolgenden Untersuchungen nicht bestätigt werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Gesundheitsgefahr.

Das Gesundheitsamt hat die vorsorglich angeordnete Verwendungseinschränkung daher unverzüglich aufgehoben. Das Trinkwasser kann wieder uneingeschränkt genutzt werden.

Das Gesundheitsamt bedankt sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis sowie bei den Stadtwerken Zehdenick GmbH und dem Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) für die enge und konstruktive Zusammenarbeit bei der Aufklärung des Sachverhalts.

Weitere Informationen und die wichtigsten Fragen und Antworten erhalten Sie unter:
https://www.stadtwerke-zehdenick.de/aktuelles/fragen-und-antworten-zur-aktuellen-trinkwassersituation/


Quelle: https://www.stadtwerke-zehdenick.de/aktuelles/trinkwasser-in-zehdenick-wieder-uneingeschraenkt-verwendbar/

Foto: André Wirsig, REGiO-Nord mbH